Samstag, 12. April 2014

6.000 Paar Socken stricken für einen guten Zweck

6000 Paar Socken sind das Ziel: Museumsdirektor Rolf Spilker und die tdh-Vorsitzende Danuta Sacher. Foto: T. Osterfeld

6000 Paar Wollsocken wurden 1914 in Osnabrück gestrickt und an die Front gebracht, um dort Soldatenfüße zu wärmen. Damals diente die Handarbeit dem Erhalt von Gesundheit und Kampfmoral der Truppe. In diesem Jahr sollen die Nadeln in der Friedensstadt wieder glühen – diesmal allerdings gegen den Krieg.
Am 25. Mai eröffnet das Museum Industriekultur die Ausstellung „Eine deutsche Stadt im Ersten Weltkrieg. Osnabrück 1914 - 1918“, die die Situation an der Heimatfront thematisiert. An alle, die stricken können, richtet das Museum den Aufruf, noch einmal 6000 Paar Socken herzustellen und im Museum abzugeben. Diese werden als buntes Gegenbild zur Dokumentation der Kriegsereignisse installiert und am Weltkindertag, dem 20. September, durch Schulkinder und Prominente verkauft.
Der Erlös geht an das Kinderhilfswerk terre des hommes. Laut Danuta Sacher, der Vorsitzenden von terre des hommes, werden heute weltweit etwa 250000 bis 300000 junge Menschen als Kindersoldaten missbraucht. Der Bekämpfung dieser Praxis widmet sich die Organisation. Sie bemüht sich um die Entlassung der Kindersoldaten und bietet Anlaufstellen, auch für eine psychologische Betreuung und Ausbildung.
Als drittgrößter Waffenexporteur der Welt sei auch Deutschland Teil des Problems: Kleinwaffen aus deutscher Produktion wie das Gewehr G3 könnten wegen ihres geringen Gewichts leicht von Kindern bedient werden und kämen massenhaft zum Einsatz.
Die Socken können während der Ausstellung abgegeben werden oder per Post geschickt werden an das Museum Industriekultur Osnabrück, Süberweg 50a, 49090 Osnabrück.

Zufällig habe ich heute in meiner Heimatstadt einen Flyer zu dieser Aktion gesehen.
Wer also Lust hat, terre des hommes zu unterstützen, kann aktiv werden. Ich beteilige mich auf jeden Fall daran.

1 Kommentar:

  1. Hallo Christiane,
    na, Socken stricke ich doch fast nebenher, da bin ich doch dabei!
    Liebe Grüße
    Sabine

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